Über Frida
 

Migration nach OpenStreetMap (OSM) 2007

Im September 2007 wurden die Frida Daten ins das OSM Format umgewandelt und zusätzlich unter die Creative Commons Attribution-ShareAlike 2.0 license gestellt. Dies war nötig, um die Daten in das OSM Projekt zu integrieren und somit eine langfristige Pflege zu gewährleisten. Näheres unter Lizenz.

Fazit: Test der Datenpflege 2007

Der Ansatz des Frida Projektes reichte nicht weit genug. Nutzer konnten, über ein Meldesystem, Veränderungen im Straßenverlauf kennzeichnen und Frida zukommen lassen. Das Meldesystem funktionierte einwandfrei. Zahlreiche Veränderungen wurden dem Frida Projekt zugesandt. Das Konzept scheiterte einzig am Zeitaufwand, die eingereichten Änderungen in das Kartenmaterial einzupflegen. Das OSM-Projekt geht einen Schritt weiter. Der Nutzer kann die Daten selbst erfassen und einbetten. Dieser Ansatz, der gemeinschaftlich getragenen Pflege und Erfassung, scheint auch für große Datenmengen aufzugehen.

Hintergrund 2002

Freie Vektor-Geodaten sind ausser in den USA nahezu nicht verfügbar. Lediglich einige globale Datensätze geringerer Auflösung sind entstanden (z.B. VMAPL0 und GSHHS). Alle Staaten außer den USA geben die behördlich erhobenen Daten nicht frei und erlegen weitreichende Restriktionen bei der Weitergabe an dritte auf.

Unter Freien Daten sind die Freiheiten analog zu Freier Software zu verstehen. Dies sind:

  1. Die Freiheit, ein Programm für jeden Zweck einsetzen zu dürfen
  2. Die Freiheit, untersuchen zu dürfen, wie ein Programm funktioniert, und es den eigenen Bedürfnissen anzupassen
  3. Die Freiheit, Kopien für Andere machen zu dürfen
  4. Die Freiheit, das Programm verbessern zu dürfen und diese Verbesserungen zum allgemeinen Wohl zugänglich zu machen
Die restriktive Handhabung jedoch verursacht eine Reihe von immensen Probleme, die die Arbeit mit Geoinformationen erschweren und darauf aufbauende Dienstleistungen behindern bzw. attraktive Dienstleistungen unmöglich machen.

Der politische Prozess zu einer Freigabe der Geo-Daten ist in Deutschland und Europa noch nicht einmal begonnen worden. Zur Zeit wird lediglich die Verfügbarmachung, aber eben weiterhin unter den harten Restriktionen, sowie Vereinheitlichung diskutiert.

Ziele

Hauptziel war es, für eine europäische Stadt Vektor-Geodaten zu erzeugen und als Freie Geodaten allen Interessierten zur Verfügung zu stellen.

Die Wahl fiel auf Osnabrück, da dies der Sitz von Intevation ist und die Stadt Osnabrück die Idee begrüßt und aktiv unterstützt. Allerdings wurde dabei sehr genau darauf geachtet, dass keine Daten die bereits Restriktionen unterliegen, von der Stadt beigesteuert werden.

Mit der Erstellung des Datensatzes werden konkret folgende Punkte anvisiert:

  • Ein detaillierte Datensatz als Beispieldaten für Freie GIS Software. Die Software kann dann direkt mit den Daten ausgeliefert und somit ausprobiert werden.

  • Verwendung bei kommerziellen Produkt-Demonstrationen. Unternehmen, die Dienstleistungen mit Freier GIS Software anbieten können mit den Osnabrücker Daten interessante Demos bauen und den Kunden problemlos zur Verfügung stellen.

  • Test der Datenpflege: Wenn eine gute Heimatseite zu den Daten erstellt wird und Möglichkeiten zu Fehlerberichten, Mitarbeit geschaffen wird, kann der Datensatz dann längerfristig aktuell und attraktiv gehalten werden?

  • Vorbild für weiter Projekte zur Erstellung Freier Vektor-Geodaten.

  • Ausübung politischen Drucks zum Anstoß einer politischen Diskussion ob Freie Geodaten auch in Europa eingeführt werden sollten.

Umsetzung

Das Projekt wurde im Rahmen eines Praktikums bei der Intevation GmbH durchgeführt.

Als Grundlage für die freien Vektordaten werden Orthofotos der Stadt Osnabrück verwendet, welche digitalisiert und attributiert wurden. Besonderer Wert wurde dabei auf die (soweit möglich) vollständige Digitalisierung der Straßen der Stadt Osnabrück gelegt. Desweiteren wurden öffentliche Gebäude und andere interessante Objekte erfasst.

Bei den verwendeten Programme, mit denen die Daten gewonnen und verarbeitet wurden, handelt es sich ausschließlich um Freier Software. Für den wesentlichen Teil der Arbeit, der Digitalisierung der Daten, wurde das Programm GRASS verwendet, ein weitverbreitetes Programm zur Ver- und Bearbeitung von Raster- und Vektordaten.

Für eine leichtere Attributierung (vor allem die Straßennamen) wurde Thuban, ein noch in Entwicklung befindlicher Geodaten-Betrachter verwendet.

Die einfache Stadplan Anwendung wurde mit dem UMN MapServer aufgesetzt.

Dank

Die gesamte Digitalisierung, Attributierung und sonstige Aufbereitung wurde von Monika Schunke von der FH Oldenburg im Rahmen eines Praxissemesters bei der Intevation GmbH durchgeführt.

Die Stadt Osnabrück hat die Digitalisierung mit der Bereitstellung von detaillierten Luftfotos überhaupt erst möglich gemacht und das Projekt auch darüberhinaus mit wertvollen Hinweisen unterstützt.

Weitere Unterstützung kam von der lat/lon GmbH, Bonn. Sie hat sich an den Kosten des Projekts beteiligt.

Ein weiterer Dank gilt Markus Neteler, der sich im Rahmen der Verwendung der Daten in GRASS um eine sorgfältige Dokumentation der Projektion Gedanken gemacht hat.
Stadt Osnabrück Logo Latlon GmbH Logo. Schriftzug

 
 
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  Verweise  
 
FreeGIS
GRASS
Thuban
UMN MapServer
Intevation GmbH
Stadt Osnabrück
 
   
Letzte Aktualisierung: Fr 19. Okt 14:57:25 CEST 2007       frida@intevation.de
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